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Informationsbrief November 2006 |
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Wahlverwandtschaften Gerhard Altenbourg . Gottfried Benn vom 11.11.2006 bis 20.1.2007 |
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Am 22. November dieses Jahres hätte Gerhard Altenbourg seinen 80. Geburtstag feiern können. Mit seinen Freunden, seinen Sammlern. Und wäre gefeiert worden. Denn die vor drei Jahren von Armin Zweite, Wolfgang Holler und Michael Semff auf so vorbildliche Weise ausgerichtete Museumsretrospektive hat den außerordentlichen Rang dieses stillen und doch so sprechenden Werkes auf glückhafte Weise bestätigt. Altenbourg, der einsame und unbeirrbare Arbeiter im Bergwerk seines "Ich-Gesteins", liebte, wenn es an der Zeit war, auch den großen Auftritt, liebte es, seine sonst im Verborgenen gehüteten Blätter im hellen Licht der Öffentlichkeit zu sehen, war dann gern bereit, die Exerzitien des Ateliers durch die produktive Unruhe der Ausstellung zu ersetzen. Wir wußten also, was wir ihm zu diesem Geburtstag schuldig waren. Jedoch: Kein leichtes Unterfangen nach dem großen Wurf der Retrospektive und den vielen Ausstellungen, die wir ihm seit mehr als 40 Jahren in den eigenen Räumen und anderenorts eingerichtet haben. Es mußte schon etwas besonderes sein: Jetzt begegnet der Maler, der selbst ein Dichter war, in den Räumen seiner Galerie erstmals dem Dichter, dessen Werk ihn seit den frühen 50er Jahren begleitet, bestätigt und ermutigt hat, begegnet Gottfried Benn. |